Notfalltraining für Arztpraxen

Medizinische Notfälle in Arztpraxen sind selten, können jedoch jederzeit und völlig unerwartet auftreten. In solchen Situationen zählt jede Sekunde. Ein routiniertes und koordiniertes Handeln des gesamten Praxisteams ist entscheidend, um schwerwiegende Komplikationen abzuwenden und die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Dies erfordert nicht nur fundierte medizinische Kenntnisse, sondern vor allem auch die Fähigkeit, unter Stress und Zeitdruck besonnen zu agieren.
Regelmäßige Notfalltrainings sind daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Qualitätssicherung in jeder Arztpraxis.

Das  Notfalltraining für Arztpraxen wurde entwickelt, um Praxisteams gezielt auf Notfallsituationen vorzubereiten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der praxisnahen Vermittlung von theoretischem Wissen und der Umsetzung in realitätsnahen Simulationen. Ziel ist es, die Handlungssicherheit aller Beteiligten zu stärken, die Kommunikation innerhalb des Teams zu optimieren und bestehende Notfallabläufe zu festigen. 

Neben der medizinischen Erstversorgung werden in den Trainings auch organisatorische Aspekte, wie die Aufgabenverteilung und der effiziente Einsatz vorhandener Ressourcen, thematisiert. Besonderer Wert wird daraufgelegt, dass die Schulungen individuell auf die Bedürfnisse und Gegebenheiten der jeweiligen Praxis abgestimmt sind, um einen maximalen Lernerfolg zu gewährleisten.

  • Das Notfalltraining besteht aus einem verpflichtenden Basiskurs (Basic Notfall) sowie optional buchbaren Zusatzmodulen. Die Inhalte orientieren sich an realitätsnahen Praxissituationen und verbinden Theorie mit praktischer Anwendung. Struktur des Programms:

    1. Pflichtmodul „Basic Notfall“ – mind. 3 Stunden Präsenz + 15 Minuten schriftlicher Test im Multiple-Choice-Verfahren
    2. Zusatzmodule (optional) – je nach Thema ≥ 3 Stunden. Abhängig von der Teilnehmerzahl und Wünschen der Einrichtung.

      Mögliche Zusatzmodule: Erweitertes Atemwegsmanagement, der internistische Notfall, der traumatologische Notfall, 

    Alle Kurse sind in der Zeit je nach Teilnehmeranzahl variabel, mindestens jedoch 3 Stunden.

    Das erwartet Sie

    • Durchführung als interaktive Präsenzfortbildung.

    • Hoher Praxisanteil durch Übungen und realitätsnahe Simulationen.

    • Training direkt in Ihrer Praxis oder Einrichtung möglich.

    • Auf Wunsch gemeinsame Prüfung und Optimierung des vorhandenen Notfallequipments.

    • Strukturierte Nachbesprechung zur nachhaltigen Verbesserung von Teamabläufen.

    • CME-Zertifizierung der Kategorie C ist vorgesehen.

    Dauer: ca. 3 Stunden Präsenztraining, zuzüglich schriftlichem Test für ärztliches Personal.

    Ziel: Mehr Handlungssicherheit, bessere Teamkommunikation und klar strukturierte Abläufe für den medizinischen Notfall.

Ihre Ansprechpartner...

  • Sarah Michel

    Fachbereichsleitung Aus- und Fortbildung, Lehrrettungswache

    Tel: 05671 - 99 66-95
    Hier klicken

  • Maximilian Wegener

    Fachbereichsleitung Aus- und Fortbildung, Lehrrettungswache

    Tel: 05671 - 99 66-95
    maximilian.wegener@drk-hofgeismar.de

Zusatzmodule in der Übersicht

Folgende Zusatzmodule stehen zur Auswahl. Jedes Modul ist einzeln buchbar und dauert mindestens 3 Stunden (zeitlich verlängerbar je nach Teilnehmeranzahl).

BLS+

BLS+ – Reanimation im Team sicher und strukturiert durchführen

Das Modul BLS+ baut auf den grundlegenden Maßnahmen der Basisreanimation auf und vertieft insbesondere die sichere Anwendung des AED, die Beatmung mit Maske-Beutel-System sowie die Zusammenarbeit im Reanimationsteam.

Im Mittelpunkt steht nicht nur die korrekte Durchführung der Wiederbelebung, sondern vor allem ein klar strukturierter Ablauf unter Stress: Wer übernimmt welche Aufgabe? Wie werden Maßnahmen koordiniert? Und wie gelingt eine vollständige, verständliche Übergabe an den Rettungsdienst?

Die Teilnehmenden wiederholen die wesentlichen BLS-Maßnahmen, trainieren den Einsatz eines AED praktisch und üben eine feste Rollenverteilung im Team. Realitätsnahe Reanimationsszenarien ermöglichen es, die Abläufe unter praxisnahen Bedingungen anzuwenden und anschließend gemeinsam auszuwerten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Übergabe nach dem ISOBAR-Schema, damit wichtige Informationen beim Eintreffen des Rettungsdienstes schnell und vollständig weitergegeben werden können.

Für Teams, die bereits Erfahrung im Umgang mit einem AED haben, kann das AED-Training bei Bedarf auch direkt in den Basiskurs „Basic Notfall“ integriert werden. 

Geeignet für: Medizinisches Fachpersonal und Ärzt:innen mit BLS-Grundkenntnissen sowie Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risikoprofil.
Dauer: mindestens 3 Stunden
CME: Kategorie C, 3 Unterrichtseinheiten, 3 Punkte empfohlen.

BLS/AED Kind

BLS/AED Kind – Sicher handeln bei Kindernotfällen

Kindliche Notfälle stellen Praxisteams vor besondere Herausforderungen. In diesem praxisnahen Training lernen medizinische Fachangestellte und Ärzt:innen, bei bewusstlosen Kindern und Säuglingen sicher, strukturiert und als Team zu handeln.

Im Mittelpunkt stehen die Basisreanimation bei Kindern und Säuglingen, die sichere Anwendung eines AED mit Kindermodus bzw. Kinderelektroden, einfache Atemwegshilfen sowie die Kommunikation mit Eltern und Angehörigen in einer hochbelastenden Situation.

Das Training kombiniert kurze fachliche Impulse mit intensivem Skill-Training an Kinder-Reanimationspuppen und einer realitätsnahen Fallsimulation. Im anschließenden Debriefing werden medizinische Maßnahmen, Aufgabenverteilung und Elternkommunikation gemeinsam reflektiert.

Geeignet für: Arztpraxen, Kinder- und Schulärzt:innen, Zahnarztpraxen sowie weitere Gesundheitseinrichtungen.
Dauer: mindestens 3 Stunden
CME: Kategorie C, 3 Unterrichtseinheiten, 3 Punkte empfohlen.

Notfalltraining Arztpraxen

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